76 Minuten

Ich hatte heute endlich meine erste Flugstunde hier in Schweden, genau gesagt 76 Minuten. Hier in der Stadt gibt es ja zwei Flugplätze, einen kleinen und einen richtig großen, auf dem auch die Ryanair aus London kommend landet. An dem großen Platz gibt es auch einen Flugverein, dem ich beigetreten bin: die Hässlö Flygförening. Heute hatte ich meinen Einweisungsflug auf einer Piper Warrior, auf der ich auch einen Teil meiner Flugausbildung vor mittlerweile sechs Jahren gemacht habe. Das war ein schönes Gefühl, nochmal in diesem Flugzeugtyp zu sitzen und über die verschneite schwedische Landschaft und die zugefrorenen Seen zu fliegen. Der Fluglehrer hat mich auch ganz schön rangenommen, ich hatte kaum Zeit, rauszuschauen. Allerdings bin ich ja auch sehr wenig geflogen in den letzten Monaten.

Es gibt einige Unterschiede zur Fliegerei in Deutschland. Der bisher größte ist, daß man auch an Flugplätzen landen und starten darf, an denen niemand am Funk ist. In Deutschland unmöglich, es muss immer jemand da sein, der im Notfall die Feuerwehr ruft. Hier in Schweden ist das nicht so, selbst der große Flugplatz ist nur nach Bedarf besetzt. Man erzählt einfach im Funk, was man so macht, und dann geht's los.

Am Donnerstag mache ich mit einem anderen Fluglehrer einen ganztägigen Ausflug mit einem anderen Flugzeug, mit dem ich früher auch geflogen bin, der Piper Archer. Das wird auch schön. Und Ende des Monates findet ein Kurs für eine Diamond DA40 statt, einem sehr neuen Flugzeug, mit Dieslmotor und ausgestattet mit der modernsten Elektronik auf dem Markt, zwei großen Bildschirmen und allem, was man vom Flugsimulator so kennt und mag.

Ich bin froh, daß ich nicht mehr soweit zum Flugplatz zu fahren habe, diesen Flugverein gefunden habe, der unglaublich preiswertes Fliegen erlaubt, und daß ich endlich wieder in der Luft war.

Die fliegende Oma

Heute war endlich der Tag an dem wir den Gutschein einlösen konnten. Es war Tag der offenen Tür in Breitscheidt und Monika durfte nun endlich ihren Kunstflug machen. Mit einer Stearmen aus dem 1. Weltkrieg flog sie ein paar Runden inklusive zweier Loopings.
Sie war vor dem Flug dann doch ein ganz kleines bisschen aufgeregt. Der offene Doppeldecker ist auch wirklich ein toller Anblick. Nach dem Flug wollte sie fast sie nicht aussteigen und wir sind sicher, dass sie sowas bestimmt wieder macht. Trotz des schlechten Wetters hatten wir einen schönen Tag auf dem Flugplatz. Florian wollte auch unbedingt fliegen und so sind er und sein Papa noch eine kleine Platzrunde mit der Cessna geflogen. Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm sag ich da nur Smiling

...und wieder fliegen!

Seit heute habe ich auch wieder ein aktuelles Medical, das heißt, ich darf auch wieder fliegen:

neuer Flugzeugtyp

Gestern hatte ich das Vergnügen, in einen neuen Flugzeugtypen eingewiesen zu werden: Eine Katana. Die Katana ist ein 80 PS starker Zweisitzer, der sich zwar nicht gerade für Langstreckenflüge eignet, aber für kurze Trips und "Spaßflüge" sehr gut geeignet ist. Die Sitze sind nämlich nicht die bequemsten und nach einer Stunde tut doch ein bischen der Rücken weh.
Die Zuladung beträgt knapp 200 kg, und das inklusive Sprit. Man muss also schon ein bischen rechnen, wenn man die Kiste volltankt.