Meterologen haben eine traurige Statistik für den Monat November in Stockholm herausgebracht. Seit dem Jahre 2000, das noch trauriger war, hat es in diesem November die wenigsten Sonnenstunden gegeben. Gerade mal 35 Minuten am Tag! Ganz richtig. 17,5 Stunden Sonnenlicht im ganzen Monat. Diese Statistik wurde ja für Stockholm herausgegeben aber ich habe das Gefühl, dass es uns hier in Västerås nicht besser ergangen sein kann. Eher schlechter (gefühlt jedenfalls). Jedenfalls wunder mich nun nichts mehr. Die anhaltende Müdigkeit und Angeschlagenheit bei allen. Fast alle um mich rum haben an irgendwelchen Anzeichen von Herbstmüdigkeit oder Herbstdepressionen gelitten. Kein Wunder bei so wenig Sonnenlicht.
Seit der Schnee liegt und die Temperaturen deutlich runter sind, ist es besser. Der Himmel ist blau, die Sonne scheint auch mal und vor allem sieht der Schnee so schön glitzrig aus. Dass es dabei leider minus 18 Grad sind, nimmt man in Kauf, wenigstens geht es dem Gemüt besser. Den Körper kann man mit einer Ladung Extrakleidung wärmen. Obwohl... fröstelig ist es halt schon...
Trotzdem, es ist besser so. Nur ein klein wenig mach ich mir Sorgen um die Tiere auf der Veranda. Wir haben den beiden eine kleine Heizung in den Stall getan, damit es etwas wärmer ist als draussen. Vermutlich müssen wir da noch was dran arbeiten aber erfrieren sie jetzt schon mal nicht...
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Vorgestern hat es angefangen zu schneien. Gestern Abend hat es wieder aufgehört. Dazwischen sind etwa 30 bis 40 cm Schnee gefallen, und natürlich liegengeblieben. Jetzt ist es also offiziell Winter hier in Schweden, alles weiß, bald auch bitterkalt, und die Kinder fahren wieder mit dem Schlitten in den Kindergarten 
Ja, es ist endlich Winter hier. Lange hat es ja gedauert das Grau des Spätherbstes. Der Herbsanfang, der goldene Herbst, der ist immer wunderschön. Tolle Fraben, viele Blätter und auch noch Sonne am blauen Himmel. Aber je später der Herbst, desto ekliger wird es. Hier war es wochenlang nur grau. Durch die kurzen Lichtzeiten und den bewölkten Himmel hatte man das Gefühl den ganzen Tag in einer grauen Glasglocke zu sitzen. Immer nur dunkel, dämrig und grau. Das schlägt ganz schön aufs Gemüt und ich hatte echt zu kämpfen. Stress, Arbeit und dann noch das Wetter. Aber nicht nur ich, auch andere Leute aus unserem Umfelt hatten ähnliche Probleme. Müdigkeit die bleiern in den Knochen steckt und einfach nicht weg geht. Manchmal hatte ich den ganzen Tag das Gefühl nicht richtig wach zu sein.
Nun ist es endlich wieder ein wenig heller. Die Sonne geht immer noch so früh unter aber in den Stunden davor ist es wenigstens heller. Die Wolken verhängen nicht mehr alles und der Schnee leuchtet von unten. Das macht gleich eine schöne Stimmung. Vor allem beginnt ganz langsam die Vorweihnachtsfreude. Noch ein paar Tage und dann machen wir es uns daheim ganz gemütlich. Bis dahin sind noch ein paar Sachen zu erledigen. Einen Baum müssen wir noch kaufen und noch ein paar andere Dinge müssen gemacht sein damit wir Weihnachten ganz gemütlich zu viert verbringen können.
Florian hatte heute seine erste Stunde bei seiner neuen Schwedischlehrerin. Er bekommt ein wenig Nachhilfe damit er ein paar Feinheiten der Sprache erlernt und sich noch besser verständigen kann. Im Gegensatz zu seiner kleinen Schwester hat er ja doch noch einen deutschen Akzent und die Kinder im Kindergarten haben damit mehr Probleme als Erwachsene. Damit Florian also in Zukunft noch besser klarkommt, soll er nun etwas Nachhilfe bekommen. Wir sind gespannt was das bewirkt. Ihm hat es jedenfalls sehr viel Spass gemacht und er möchte gerne wieder hin.