1. Nacht im neuen Zimmer

Letzte Nacht war es nach Wochen der Arbeit endlich so weit und die Kinder durften zum ersten Mal in ihren neuen Zimmern schlafen. Sie haben es sehr genossen richtig viel Platz zu haben und die schöne neue Einrichtung hat ihnen ebenfalls sehr gut gefallen. Ein paar Kleinigkeiten werden wir noch machen müssen, vor allem im Treppen- und Flurbereich, aber immerhin die Zimmer sind grösstenteils fertig. Nun fehlen noch die Zimmer unten. Aber die erste Nacht war für die Kinder natürlich ganz schön aufregend und spannend. Florian wollte gerne noch eine Weile am Fenster sitzen und die Strasse beobachten. Lilli allerdings war so müde, dass sie doch schnell eingeschlafen ist. Heute, nach dem Kindergarten, wollten sie auch ganz schnell nach oben und die Zimmer weiter erkunden. Wir sind gespannt wie lange die Freude anhält und wann das erste mal wieder richtig Chaos ist Smiling

Urlaub oder sagen wir: Sommerarbeit

Es ist Sommer und wir haben frei. Naja, sagen wir, frei von bezahlter Arbeit. Es ist viel passiert in den letzten Wochen und wir haben vor allem viel zu tun.
Vermutlich wird es für nur noch wenige eine Überraschung sein, aber wir benötigen ab dem neuen Jahr ein weiteres Zimmer da wir ein Familienmitglied mehr erwarten. Ja... Im Oktober kommt unser drittes Kind zur Welt. Wir freuen uns alle sehr darüber und so bereiten wir auch schon mal alles dafür vor. Es war schon lange geplant, dass die "Grossen" dann nach oben ziehen und unten das Baby wohnen wird. Allerdings mussten wir dafür oben ganz schön umbauen, wir sind eigentlich noch dabei.
Bisher haben wir oben eine Wand rausgerissen, eine Tür abgebaut, eine neue Wand eingebaut, eine weitere grosse Wand eingebaut, natürlich mit Tür und Kabel, sowie Schalter und Streckdosen verlegt. Wir haben meterweise Holz und Gipskartonplatten und auch zwei riesen Packungen Remonttitasoite (finnisch für Gips) oder HusFix (schwedisch) und natürlich Nägel, Schrauben und Winkel verarbeitet. Bauschaum darf natürlich auch nicht fehlen und ab heute kommen Tapete und Farbe zum Einsatz. Wir mussten das grosse Gästezimmer leider opfern, drei Kinder brauchen eben mehr Platz. Nun haben wir oben das kleine Gästezimmer etwas erweitert. Es ist immer noch klein, aber immerhin ein richtiges Zimmer (Dachkammer) mit Bett. Bis auf wenige Schönheitsarbeiten ist das Zimmer auch schon bewohnbar. In das bisherige Gästezimmer wird Florian einziehen. Dort fehlt "einfach" nur Farbe und ein paar schöne Kleinigkeiten damit er sich wohlfühlt. Ein neues Bett brauchen wir ebenfalls, denn seine "Moba" kann er ja schlecht mit unter die Dachschräge mitnehmen. Einen Ersatz hat er sich schon überlegt und so kommt neben das riesen Bett noch eine Versteck- und Kuschelecke. Lilli wollte unbedingt auf der anderen Seite, hin zum Garten wohnen. Da mussten wir erst einmal ein Zimmer schaffen, denn bisher war das ja ein offener Raum. Das Geländer ist nun einem schönen Bücherregal gewichen, wir können nie genug davon haben Smiling Und wenn man die Treppe hoch kommt, beginnt dann auf der rechten Seite die Wand zu dem neuen Zimmer. Da mussten wir natürlich auch die Tür einbauen, die wir zuvor an anderer Stelle ausgebaut hatten. Lilli hatte die Sorge, dass sie sonst gar nicht mehr aus ihrem Zimmer rauskäme Smiling
Heute sind wir mit den Arbeiten soweit gekommen, dass wir endlich tapezieren und malern können.
Vermutlich wäre es auch schneller gegangen aber erstens hat Jochen auch immer wieder für das Büro gearbeitet und zweitens wollten wir den Kindern auch nicht nur Bauarbeiten zumuten. Damit die Stimmung einigermassen erfreulich blieb, und auch damit wir wenigstens ein wenig Urlaub hatten, haben wir uns immer mal wieder einen freien Tag mit schönen Aktionen gegönnt. Trotzdem war es kein erholsamer Urlaub. Den schönen Urlaub hatten wir ja schon im Juni als wir eineinhalb Wochen auf dem Campingplatz in Deutschland und auf einer wunderschönen Hochzeit in Karlsruhe waren.
Für diesen Sommer ist noch der Neubau der Veranda geplant aber auch das lassen wir langsam angehen. Erst mal im Haus umbauen. Sobald die Kinder oben wohnen, und wir hoffen, dass wir das noch zu Beginn der nächsten Woche schaffen, kommen die Zimmer unten dran. Ein Zimmer wird neu tapeziert und zum Familienbüro umgebaut. Ein Ort an dem wir arbeiten und Computer spielen und Hausaufgaben gemacht werden können.
In das andere Zimmer wird dann irgendwann im neuen Jahr das Baby einziehen.
In einigen Wochen beginnt Florian mit der Schule, auch das wollen wir natürlich feiern. Die Schultüte ist hier unbekannt aber wir möchten gerne an der Tradition festhalten und das weiss er auch schon Smiling
Wir haben auch jetzt schon ein neues Familienmitglied bekommen, unsere Meersau ist leider abgehauen. Sie wohnt jetzt unter dem Aussenhaus unserer Nachbarn. Da wir unseren Linus nicht alleine lassen wollten, haben wir nun noch ein Kaninchen. Samy. Bisher verstehen die beiden sich sehr gut und wir hoffen, dass es so bleibt.
Es ist also wie immer viel los bei uns.

Sommerzeit

Ihr merkt es, es passiert gerade wenig in Schweden. Es ist Sommer und zur Zeit sogar so richtig, mit heissen Tagen und Wasserspielen im Garten. Alle haben die Plaschbecken ausgepackt und die Kinder toben draussen. Im Kindergarten ist zur Zeit auch nur noch halbe Belegung, was bei den Kindern unterschiedlich gut ankommt... Aber wer hat schon 9 Wochen Urlaub im Sommer? So lange gehen nämlich die Schulferien in diesem Jahr. Daher sind die Kinder trotzdem im Kindergarten und Hort betreut. Zumindest so lange die Eltern noch arbeiten müssen. Da aber schon viele weg sind, werden die Gruppen zusammen gelegt. Wir werden auch bald frei machen und dann den schwedischen Sommer geniessen. Bis dahin müssen wir noch ein wenig arbeiten. Aber auch da macht sich der Sommer bemerkbar. Der Parkplatz vor dem Büro wird täglich leerer und auch im Büro selbst merkt man, dass immer mehr in Urlaub gehen. Bei den Temperaturen hat man aber auch wirklich keine Lust zu arbeiten. Ein gemütlicher Tag im Garten oder am See klingt da schon verlockender.
Jetzt müssen wir allerdings noch ein paar Dinge erledigen. So haben wir schon wieder ein Wespennest am Haus, da muss also wieder jemand kommen und es entfernen. Die scheinen uns zu mmögen. Ausserdem bereiten wir den Umbau im Jaus vor, die Kinder sollen ja bald Zimmer unter dem Dach bekommen. Da werden wir noch einiges tun müssen. Die Veranda soll auch neu gemacht werden. Der Sommer wird wohl nicht langweilig. Neben der Arbeit haben wir aber auch viele faule Tage mit den Kindern geplant, die (und auch wir) wollen schliesslich auch die Ferien geniessen.

Aus gegebenem Anlass - oder die Post

In den lezten Wochen bekommen wir oder besser gesagt die Kinder vermehrt Post. Das ist ja auch klar, die Geburtstage stehen an oder sind gerade vorbei. Aus diesem Grund möchten wir auf ein Problem hinweisen auf das wir in dem Zusammenhang gestossen sind. Päckchen und Briefe an die Kinder werden ja gerne mit dem Namen des Empfängers versehen und auch immer wieder mit: "An das Geburtstagskind" beschriftet. Dabei gibt es das erste aber noch kleinere Problem. Der Postbote kann nicht zwangsläufig deutsch und kennt niemandem mit einem solchen Namen im Ort. Er ist also vielleicht verwirrt, orientiert sich bisher aber zum Glück am Namen den er als solchen erkennt (Nachname in Verbindung mit der Strasse). Dann kommen wir zu dem echten Problem. Ist das Paket zu gross für den Briefschlitz, kommt es zur Post (das ist recht viel... auch kleine Päckchen) und muss da abgeholt werden. Steht da dann der Name des Kindes, müsste dieses uns eigentlich eine Vollmacht mitgeben. Dummerweise steht nämlich in unserem Ausweis unser Name und nicht der der Kinder. Das verwirrt die Leute und sie geraten in Stress. Wir sollten nämlich eigentlich, rein nach dem Regelwerk eine Vollmacht oder eine Bescheinigung (einer schwedischen Behörde) haben, die belegt, dass es unsere Kinder sind. Theoretisch ist auch der deutsche Ausweis nichts wert. Er wird zwar an jeder europäischen Grenze akzeptiert, bei der Bank, der Apotheke oder eben der Post muss das nicht so sein. Bisher hatten wir Glück aber es hängt deutlich vom Alter der Person ab, die uns da bediehnt und von der Sache, die man damit machen kann. Nach 3 Jahren stossen wir doch immer wieder auf Leute, denen das als Ausweisdokument nicht reicht. Manche sind mit der Angabe der PN zufrieden und geben uns die Post oder was wir wollen. Andere sind gestresst und suchen 5-10 Minuten nach dem Code der sagt, dass es ein ausländisches Dokument ist und sind dann gestresst weil da keine PN dabei ist. Steht dann da noch ein anderer Name auf dem Paket, kann der arme Mensch echt gestresst sein und wir müssen erklären wieso wir das Paket fur unsere Kinder holen wollen.

Lange Rede... bitte schreibt auf alles was dicker als der Briefschlitz ist unsere Namen.
Vor und Zuname, kein deutsches "Familie" oder sonst was, das die Leute an der Ausgabe verunsichern könnte. Briefe und Postkarten können weiterhin den Namen der Kinder tragen, die werden ja bei uns eingeworfen. Dem Briefträger selber scheint es egal zu sein, so lange da der richtige Nachname und die Strasse steht. Nur eben bei der Postabholstelle direkt kann es Probleme geben.
Danke.

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8. September 2010 - 5:50

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