...wieder daheim

So, ich bin wieder daheim, die Messe liegt hinter mir. Es war anstrengend, und interessant, und mit zwei Schweden zusammen in der deutschen Provinz ganz lustig. Der Rückflug verlief auch ohne Probleme.

Meine Tasche kam übrigens am Dienstag morgen im Hotel an, nicht, wie abgemacht auf der Messe... aber immerhin, ich will nicht klagen! Smiling

Die Mühen als Aushilfslehrer

Schon wieder ist eine Stunde ausgefallen und ich wusste nichts davon. Das ist echt doof. Nicht, dass es mir was ausmacht wenn mal eine Stunde ausfällt, zumal, wie in dem Fall die 6. eh nicht meine Lieblingsklasse ist. Aber man hätte mir ja mal was sagen können... Es ist morgens schon recht anstrengend mit den Kindern rechtzeitig aus dem Haus zu kommen und dann schnell zur Schule zu rasen. Ich weiss, andere müssen noch früher aufstehen. Wenn ich um 9 in der Schule sein muss, dann stehe ich um 7 auf. Das ist eigentlich ok. Das Problem ist, dass ich kein Morgenmensch bin. Es ist einfach nicht mein Ding. Das ist keine Frage des Wollens, sondern auch des Könnens. Ich werde einfach kaum wach. Dabei bemühe ich mich echt schon. Die Kinder lassen sich dann auch, wenn Jochen nicht da ist und ich alleine etwas schneller machen muss, brav im Bett anziehen. Sie sind kaum wach und werden schon angezogen. Eigentlich nicht das was wir sonst so gemütlich machen... Wir kuscheln ja sonst noch länger. Aber auch das klappt jetzt ganz gut. Dann frühstücken wir, ich habe abends schon alles bereit gestellt. Es läuft wie am Schnürchen. Trotzdem komme ich bei den Wetterverhältnissen gerade so und manchmal noch 3 Minuten zu spät. Man könnte ja sagen, ich müsse noch früher aufstehen und losfahren. Könnte ich sogar, muss ich Donnerstags ja auch. Da fange ich nämlich um kurz nach 8 an. Ich will es aber nicht, denn es bringt nichts. Lilli darf nicht früher in den Kindergarten. Ausser sie würde daheim kein Frühstück bekommen und dann müsste sie schon vor 8 da sein um dort welches zu bekommen. In Ausnahmen ist das möglich. Eigentlich will ich es aber nicht. Denn das Frühstück ist unser gemeinsamer Beginn des Tages. Wenn wir nun nach dem Aufstehen gleich losrennen und die Kinder abgeben, verlieren wir einen Teil an gemeinsamer Familienzeit. Uns ist das wichtig, diese gemeinsame Mahlzeit. Also essen wir und ich bringe die Kinder danach in den Kindergarten. Florian darf schon um 8 da sein. Auch wenn die da frühstücken. Bei Lilli geht es eben noch nicht, da die Kinder zu klein sind und die Erzieherinnen da beim Frühstück dabei bleiben müssen. Sie kommt also erst 20 nach rein. Dann muss ich mich schon beeilen. Normal geht das, aber bei dem Wetter fahr ich ja langsamer... Zeigt sich ja, dass es nötig ist.
Jedenfalls ist es dann an solchen Tagen, wo ich mich morgens mit den Kindern abhetze, echt ärgerlich, wenn ich in die Schule komme und der Unterricht fällt aus. Einfach keine Schüler da. Schülerwahl. Klasse.
Wenn man mir das gesagt hätte, hätte ich gestern im Kindergarten gesagt, dass die Kinder heute später kommen und hätte ein ganz gemütliches Frühstück gemacht und sie dann ab 9 ganz gemütlich mit dem Schlitten in den Kindergarten gefahren. Das mögen sie nämlich besonders.
Lilli hat einen neuen Sturzhelm und darauf ist sie ganz stolz. Und auf den neuen Schlitten Smiling
Das macht echt Spass mit den beiden. Sie sitzen so gerne drin und lassen sich ziehen. Und mir tut der Spaziergang an der frischen Luft so gut. Jetzt sitze ich hier, müde, bei nicht so guter Luft und warte darauf, dass die nächste Stunde beginnt. Heimfahren lohnt leider nicht.
Und das passiert mir mindestens alle drei Wochen einmal. Langsam nervts mich etwas... Die Leher hier machen das ja auch nicht mit Absicht, das ist mir klar. Sie vergessen die Aushilfslehrer einfach. Ich bin da auch nicht die Einzige, ich weiss das. Wir sind aber eben nicht bei den Teamsitzungen dabei und die Lehrer gehen davon aus, dass ja jeder weiss was wann geplant ist. Dann vergessen sie manchmal den Aushilfslehrern was zu sagen. Auch wenns keine Absicht ist, es nervt echt.

Angekommen... Aber nicht komplett

Wir sind endlich in Frankfurt, aber unser Gepäck ist in München. Jetzt fahren wir nach Nürnberg mit einem Mietwagen, dessen Reservierung weg war... Kein Wunder, wenn man bedenkt, daß er erst in Nürnberg, dann in München tnd jetzt in Frankfurt reserviert war.

Im Schnee gestrandet

Tja, Jochen ist in Copenhagen gestrandet und ich im Schnee. Mein täglicher Arbeitsweg nach Skultuna führt über eine wenig befahrene Strecke, mitten durch Felder. Etwa alle Kilometer steht eine kleine Ansammlung von drei Häusern, mehr nicht. Das ist keine lange Strecke, mit dem Auto braucht man vielleicht 20 Minuten für den ganzen Weg. Zu Fuss würde es wohl ne Stunde dauern, es zieht sich ganz schön.
Die Fahrt ist wunderschön, fast schon verwunschen manchmal. AN manchen Tagen sehe ich den Nebel von den Feldern aufsteigen und es sieht mystisch aus.
Als es dann gefror, dachte ich mir schon, dass die Strecke ein Spaß wird, im Winter. Da ich sie jeden Tag fahre, kenne ich die Kurven, weiss wo ich langsam machen muss und so weiter. Das klappte ganz gut. Auch in den letzten Tagen im Schnee. Heute war das dann plötzlich anders. Obwohl ich ziemlich langsam unterwegs war geriet ich ins Rutschen und da war einfach kein Halten mehr.... Zum Glück war ich so langsam, denn sonst wärs vermutlich anders ausgegangen. So bin ich ganz sanft seitlich in den Graben gerutscht und da kam ich dann nicht mehr raus. Dumm gelaufen würd ich sagen. Die Reifen drehten nur noch durch und es war nichts mehr zu machen. Draussen wurde es langsam dunkel, naja, es war erst 2 Uhr, aber es war bewölkt und um vier ist es unter normalen Umständen hier gerade dunkel. Ich wusste, dass ich zu Fuss eben mindestens eine Stunde laufen würde, bei dem Schnee sicherlich länger...
Zurück und einen Bus suchen??? Irgendwie gefiel mir das alles nicht. Und dabei wollte ich die Kinder vom Kindergarten abholen und um drei sollten wir Besuch bekommen. Ich rief also den ADAC in Deutschland an und schilderte meine Lage. Die wollten den schwedischen Rettungsdienst benachrichtigen und die sollten mich wegen der genauen Stelle wieder anrufen. Die meldeten sich nur ewig nicht. Zum Glück kam ein sehr netter Schwede vorbei und fragte ob ich schon Hilfe hätte. Ich erklärte ihm wie die Lage war und dass ich keine Ahnung hätte wie lange ich warten müsste. Er bot mir Hilfe an und wollte mich heimfahren. Erst musste er noch im Kindergarten anrufen und sagen, dass er sein Kind später abholen würde, das war süß. Ich bin dann also mit ihm mit und er hat mich daheim abgesetzt. Echt nett. Dann bin ich ganz schnell los, mit dem Schlitten in der Hand, meine Kinder holen. Der Besuch wartete dann auch schon... Naja. Der schwedische Abschleppdienst meldete sich, während ich mit den Kindern heimlief und sie kamen dann auch eine Stunde später um den Autoschlüssel bei mir abzuholen. Dann fuhren sie los, schleppten mein Auto erst aus dem Graben und dann heim zu mir.
Dank ADAC kostet das wohl nichts, zumindest wollte er kein Geld. Mal sehen, vielleicht liegen wir unter der Höchstgrenze, dann kostet es nichts extra.
Hoffentlich ist am Auto alles ok. Ich habe zwar nichts bemerkt und es war ja wirklich gaaaanz langsam und nur Schnee (glaube ich). Der Mensch vom Abschleppdienst meinte auch, dass er nichts finden konnte, allerdings war es ja da schon dunkel. Morgen früh werde ich es merken und dann schauen wir mal ob ich da zur Arbeit kann.
Drückt mir die Daumen.

In Copenhagen gestrandet

Ich bin heute mit zwei Kollegen unterwegs nach Deutschland zu einer Messe in Nürnberg. Unser Flieger in Stockholm war wegen heftigem Schneefall so verspätet, daß wir den Anschluss nach Nürnberg verpassten tnd nach München umgebucht wurden. Der Flug war dann auch verspätet und dann gar der Flieger kaputt sodass wir auf einen Flug nach Frankfurt warten und dann heute abend noch mit dem Mietwagen nach Nürnberg fahren. Morgen dürfen wir dann besonders früh zur Messe weik wir unseren Stand noch aufbauen müssen...

Was ist eigentlich ein Scheunendrescher?

Um an das Korn im Getreide zu kommen, muss es von seiner Hülle, der Spreu, getrennt werden. Man kann das entweder von Hand machen, oder man drischt es mit einem Dreschflegel. Das ist - einfach gesagt - eine Keule an einer Schnur:

Wenn man mit dem Ding auf das Getreide draufdrischt, fliegen die Körner heraus. Diejenigen, die früher in der Scheune das Korn gedroschen haben, nannte man Scheunendrescher, und weil das eine ganz schön harte Arbeit war, waren sie abend natürlich richtig hungrig, und haben entsprechend grosse Mengen gegessen.

Florian isst mittags im Kindergarten oft drei bis vier Teller, mehr als manche Erzieherin.

Wirtschaftliche Lage in Schweden

In einem Internetforum in dem auch immer wieder Auswanderer oder welche, die es werden wollen, Fragen zu Schweden stellen und beantworten, geht immer wieder die Frage nach den Berufschancen um. Viele erzählen was sie von Beruf sind und wollen wissen ob sie damit Chancen haben nach Schweden zu gehen.
Grundsätzlich ist in Schweden, wie wohl überall alles möglich. Mit entsprechender Vorbereitung, dem Willen, der Anpassungsbereitschaft und nicht zu vergessen einem Quentchen Glück, kann man es hier schaffen.
Doch man muss sagen, dass es bessere Jahre gab um nach Schweden auszuwandern.
Auch hier merkt man die Weltwirtschaftslage. In vielen Bereichen werden Stellen abgebaut und in den Tageszeitungen häufen sich Meldungen über Massenentlassungen. Allein im Göteborger Krankenhaus sollen 500-600 Stellen abgebaut werden. Da fragt man sich wo die ganzen Leute sind? Ich meine, das ist ja nicht wenig. Wer bleibt denn dann da noch? In der Zeitung stand dann auch, dass man davon ausgeht, dass sich die Lage für das verbleibende Personal sehr verschlechtern werden wird. Kein Wunder, denke ich mal. Dabei gab es so schon Berichte, dass viele Patienten lange Wartezeiten hatten und das Personal schon über eine Unterbesetzung geklagt hatte.
Die verantwortlichen legten grossen Wert darauf, dass keine Festangestellten ihre Arbeit verlieren werden. Wunderbar. Sie haben also mindestens 500-600 Angestellte mit Zeitverträgen. Nicht unbedingt viel Sicherheit für das Personal. Ausserdem ändert die Tatsache, dass nur sie ihre Arbeit verlieren, ja nichts daran, dass sie auf den Arbeitsmarkt strömen, nach einer neuen Stelle suchend und dort mit den vielen anderen konkurrieren, die auch gerade entlassen wurden.
Es gab schon mal eine solche Phase und damals waren dann so Zeitverträge für drei Monate oder auch mal 6 Monaten keine Seltenheit. So war der Arbeitgeber immer sicher, dass er die Leute auch wieder loswird. Der Vertrag wurde halt ständig verlängert und wenn die gesetzliche Möglichkeit ausgeschöpft war, wurde man halt mal richtig entlassen, damit man später wieder eingestellt werden konnte. Dummerweise bekommt man fast keine Mietwohnung, geschweige denn einen Bankkredit, wenn man keinen richtigen längeren Vertrag hat. Das hat damals zu grossen Problemen geführt. Ob es wieder so extrem werden wird ist nicht gesagt, aber viele Schweden haben Angst. Die Meldungen in Zeitung, Fernsehn und Radio lassen einen da auch ängstlich werden.
Als Ausländer kann man da nur auf eine Stelle hoffen, wenn man entweder schon hier lebt und integriert ist, vielleicht schon eine Referenz hat, die Sprache gut spricht, sich mit den Begenenheiten auskennt, einen Wohnungsplatz hat oder etwas bieten kann, was grade kein Schwede hat.
Ohne grosse Sprachkenntnisse und einfach mal so, auf das grosse Glück hoffend hierher auszuwandern, das ging mal. Jetzt ist nicht mehr die richtige Zeit dafür.
Ich will nicht sagen, dass man gar keine Chancen hat. Wenn man einen Beruf hat, den man hier dringend braucht, in einer Gegend leben will, in der wenige Schweden leben wollen und vielleicht noch mit weniger Gehalt zufrieden ist, dann kann man weiterhin Glück haben. Oder man ist halt wirklich sooo gut, dass sie keine andere Chance haben. Smiling

Grade entdeckt: Muss die Quelle nachprüfen aber wenn das stimmt, ist das echt krass...
Bis einschließlich Oktober wurden 87977 entlassen. Das ist der höchste Wert seit 1998, sagt diese Statistik.

So ticken die Schweden...

Seit Lilli in den Kindergarten geht treffe ich regelmässig die eine oder andere Mama aus ihrer Gruppe. Natürllich auch Väter aber da ist der Gesprächsstoff irgendwie anders...
Jedenfalls, eine, die ich regelmässig treffe ist immer sehr nett. Wir reden immer ein paar Worten, jedoch nichts weltbewegendes. Heute fragte sie zufällig ob ich denn nun angefangen hätte zu arbeiten. Die merken ja auch, dass Lilli nun manchmal länger da ist. Ich sagte, dass dem so ist und erzählte was ich mache. Die Wandlung war unglaublich. Sie war ja schon vorher nicht unfreundlich. Aber jetzt war sie plötzlich so richtig aufgeschlossen und nett. Da merkte ich erst, wie zurückhaltend sie vorher war. Ich arbeite. Wie toll. Sie meinte auch gleich, dass das ja eine gute Chance sei in die schwedische Gesellschaft reinzukommen und Teil davon zu werden. Aha. Vorher hatte ich also keine Chance. Ich meine, ich unterstütze das ja schon. Arbeit erleichtert es tatsächlich reinzukommen. Dass die Leute aber anscheinend denken, dass man nur ein halber Mensch ist und entsprechend nur die halbe Energie auf einen verschwenden wenn man nicht arbeitet, das finde ich schon merkwürdig. Wie gesagt, sie war nie unfreundlich. Aber wie ich jetzt merkte, eben auch nicht besonders freundlich. Was sich an mir geändert haben soll nur weil ich jetzt arbeite, das weiss ich noch nicht. Oder sagen wir, weshalb ich es jetzt mehr verdiene, dass man ausführlicher mit mir redet...
Ich freue mich natürlich trotzdem, dass es so ist, denn ich bin ja froh, wenn ich akzeptiert werde.
In Schweden ist es ja üblich, dass die Kinder ab 9 Monaten im Kindergarten sind und das oft den ganzen Tag. Beide Eltern arbeiten manchmal beide Vollzeit. Das erfordert viel Organisation und die Kinder müssen entsprechend lange im Kindergarten sein. Es gibt eine gaaaanz kleine Gegenbewegung von Familien die ihre Kinder gerne mindestens bis sie 2 oder gar 3 Jahre alt sind daheim lassen wollen oder wenigstens nicht den ganzen Tag. Soweit es finanziell möglich ist, versuchen natürlich auch die Eltern hier, mehr Zeit mit den Kindern zu haben. Oft geht es aber gar nicht ohne zwei volle Gehälter. Da geht es uns doch recht gut muss ich sagen.

Mit 30 Schweden in Berlin...

Ich bin ja grade mit etwa 30 meiner Kollegen in Berlin unterwegs und gerade jetzt auf einer Stadtrundfahrt. Ratet mal, wo wir grade gehalten haben! Bei 'Getränke Hoffmann' zum Schnaps-Kaufen. Mehr später...

Arbeit in der Schule - Zwischenbericht

Jetzt arbeite ich ja schon ein bisschen in der Schule und kann sogar teilweise die Namen der Schüler! Es läuft - ja, wie eigentlich? Es läuft gemischt könnte man sagen. Klar ist: Ich bin keine gelernte Lehrerin. Wenn man das einfach so aus dem Ärmel schütteln könnte, dann bräuchte das niemand zu studieren. Ich habe nie sowas wie Didaktik gehört und von Refenderiat ganz zu schweigen. Meine Vorlesungen haben sich auf andere Dinge bezogen.
Mit der 7. und der 8. Klasse klappt es trotzdem ganz gut. Zum Glück hatte ich ja sehr gute Deutschlehrer und irgendwie hat mir das ja auch immer Spaß gemacht. Ich fands nicht sooo schwer. Die Rechtschreibung war (und ist teilweise immernoch, vor allem wenn ich schnell schreib) mein größtes Problem aber das Verstehen der Grammatik und das Ausdrücken selbst, das war nie ein Problem. Das kommt mir nun zu Gute. Ja, doch, ich habe sogar richtig Spaß daran meine Muttersprache wieder zu erkunden und den Schweden zu erklären weshalb man was wie macht. Naja, eigentlich ist das mit dem Erklären so eine Sache. Sie wollen ja immer Regeln. Und für die gibt es Ausnahmen. Oder die Regeln sind schwer zu verstehen. Letzte Woche fragte mich eine Gruppe wann man im Perfekt das Hilfsverb haben oder sein benutzt. Nun, bei transitiven Verben wird häufig sein gebraucht. Alles klar? Nein? Nie was von transitiven Verben gehört? Ok. Das sind Verben die gewöhnlich einen Akkusativ nach sich ziehen. Aha. Jetzt klar? Smiling
Ihr seht, ich habe meinen Spaß. Ich verstehs sogar! Dummerweise muss mich mir das ja selbst alles erst aneignen, denn ich mache es ja instinktiv richtig. Natürlich denke ich nicht darüber nach wann ich haben oder sein nutze. Es stimmt halt einfach. Da muss man dann auhc erst mal drauf kommen welche Fragen die dazu haben könnten. Ebenso kam das Thema starke und schwache Verben auf. Daran hatte ich gar nicht mehr gedacht. Klar, dass man die erst mal erkennen muss bevor man weiss wie man sie zu gebrauchen hat. Manchmal weiss ich schon vorher was sie fragen werden, manchmal eben nicht. Dann muss ich imrprovisieren und schnell eine Lösung, sprich Regeln finden.
Schweden lernen das ja auch anders als Deutsche. Die schwedische Sprache kennt z.B nur 2 Fälle. Da ist es nicht einfach sich zu merken, dass es im Deutschen 4 gibt und wie sie heissn, geschweige denn wie man sie bildet, also wie die Endungen aussehen.
Wie gesagt, mit den Erwachsenengruppen und der 7. und 8. Klasse klappt das sogar. Sicherlich könnte jemand der gelernt hat, Ausländern deutsch beizubringen, das besser tun als ich. Aber es klappt immerhin. Ich glaube sogar, dass die Schüler Spaß daran haben. Heute sagte mir ein Schüler, dass er dieses Jahr mehr Freude an deutsch hat. Dabei ist er mein Klassenclown. Trotzdem, ich mag ihn Smiling
Richtig schlimm ist aber die 6. Klasse. Die haben teilweise überhaupt keine Lust und stiften die anderen nur zu Unsinn an. Das ist ein richtiger Alptraum und ich weiss ja noch wie wir damals überlegt haben wie wir die Lehrer ärgern können. SO im Nachhinein tut mir mancher Lehrer leid. Dabei denke ich sogar, dass wir nette Schüler waren und niemanden fertig machen wollten. Bei ein oder zwei dieser Klasse bin ich mir nicht sicher. Vermutlich denken sie abr gar nicht drüber nach. Sie wollen einfach vermeiden was zu tun und das gelingt ihnen leider auch noch. Meine Sprachfähigkeiten reichen einfach nicht aus um mit einem 12jährigen darüber zu streiten weshalb er nun deutsch hat und nicht Pause. Wenn er es darauf anlegt, dass ich ihn nicht verstehe, dann nuschelt er eben und spricht so schnell, dass ich wirklich nichts verstehe. Ebenso kann ich ihm nicht nachweisen, dass er mich versteht, wenn er behauptet, dass dies nicht so ist. Da hilft auch kein Verweis auf die anderen, die arbeiten und mich offensichtlihc verstanden haben. Von der Sorte habe ich leider 3-4 in der Klasse. Bei 16 Schülern macht das echt was aus. Hinzu kommt, dass ich 2 habe, bei denen ich denke, dass sie wirklich gar nichts verstehen. Einer hat eine Behinderung und bräuchte einen Lehrer der viel mehr Zeit mit ihm hat. Da ich so lange mit den anderen streite, bleibt keine Zeit mehr für ihn. Das nervt echt. Nun versuche ich die Störer in eine andere Stunde versetzen zu lassen. Soll sich der Klassenlehrer mit ihnen ärgern. Die sind wenigstens jeden Tag da und haben andere Möglichkeiten als ich. Nicht mal schlechte Noten kann ich verteilen, die gibts erst ab Klasse 8. Erstaunlich ist aber, dass es bei den 7ern so gut geht. Die sind ja nur ein Jahr älter. In dem Fall liegt es vermutlich auch daran, dass es nur vier Schüler sind und wir uns mögen. Bei denen muss ich nur aufpassen, dass sie überhaupt was tun, sie überreden mich ständig was zu spielen. Wir suchen dann immer etwas wobei man auch deutsch reden kann, damit sie wenigstens was dabei lernen, auch wenns nicht die nächste Lektion im Buch ist. Da fällt mir irgendwie spanisch ein... Wir haben damals wohl auch ganz schön genervt und wollten immer was anderes machen... Oh je, es rächt sich alles....
Naja, wenigstens mag ich diese Schüler und sie lernen sogar wirklich was dabei.
Alles in Allem bin ich aber ein wenig gefrustet.Es macht Spaß und ist gleichzeitig ätzend. Irgendwie muss ich da noch den rechten Weg finden.